Wilhelmshaven-Friesland

 

Freitag, 25. Januar 2019 / 20 Uhr
Bernd Gieseking mit „Finne dich selbst“.
„Kabarett in´s Land der Rentiere“ im Bürgerhaus
Schortens, Weserstraße 1. Stadt Schortens, in Verbindung
mit der DFG-Bezirksgruppe Wilhelmshaven-Friesland:
10% Rabatt für DFG-Mitglieder.

 

Sonnabend, 9. Februar 2019 / 19:30 Uhr
Runeberg-Tag: Petra Strassdas erzählt Episoden
aus dem KALEVALA im Gemeindesaal Neuende;
Kirchreihe 108 in 26389 Wilhelmshaven

 

Mittwoch, 3. April 2019 / 19 Uhr
„Treff der Finnland-Freunde“ bei Susanne und Volker Pirsich;
Am Neuender Busch 25 in 26386 Wilhelmshaven.

 

Ansprechperson:

Dr. Volker Pirsich
Am Neuender Busch 25
26386 Wilhelmshaven
Telefon: 04421-3703012
E-Post: Dr. Volker Pirsich

DFG-Mitgliedsanträge finden Sie hier!

 

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Jüngstes Archiv

Besondere Veranstaltungen:
Ablage für gewisse Zeit

 

Buchvorstellung in Wilhelmshaven

„1918. Das deutsche Finnland.“

Die kleine Bezirksgruppe Wilhelmshaven-Friesland hatte das ganz große Glück,
am 10. Oktober eine der wenigen Stationen auf der Buchvorstellungstournee der
beiden Autoren des Buches „1918. Das deutsche Finnland“ Dr. Marjaliisa und
Prof.em. Dr.Seppo Hentilä zu sein – neben Städten wie Berlin, Köln und
Hamburg. Das war Ehre und Verpflichtung gleichermaßen!

Beginn des Berichtes von Dr. Volker Pirsich
über die Buchvorstellung in der Dezember-Kipinä, die
auch eine eine Rezension von Prof. Dr. Dörte Putensen enthält

Marjaliisa und Seppo Hentilä, links Gastgeber Volker Pirsich
Foto: Dörte Putensen

Die Dezember-Kipinä 164 wird ab Anfang Januar unter Zeitschriften/Kipinä
eingestellt und auch hier per Klick aufrufbar sein.

Redaktion

 

 

PIENI PÖYTÄ – TINY DESK

(Kipinä 162, Juni 2018) Dr. Jürgen Fitschen, scheidender Leiter der Wilhelmshavener Kunsthalle und Dr. Volker Pirsich, Vorsitzender der DFG-Bezirksgruppe Wilhelmshaven-Friesland hatten ein (zwei) glückliche Händchen, als sie zum „Tiny Desk“ einluden, einer Art Werkstattvorführung in Anlehnung an „unplugged“ Konzerte in kleinem Rahmen in der Populärmusik. Der kleine Kreis zählte immerhin über 30 Personen, die sich am 4. Mai 2018 mit einem Glas Wasser oder Wein im großen Raum der Kunsthalle auf den Hockern niederließen. Eine Stunde lang genossen sie moderne Kunstformen der Lyrik und der Musik.

Volker Pirsich (Foto rechts), der sich mit deutschsprachiger Literatur über Finnland wissenschaftlich auseinandersetzt, knüpfte Kontakt zu seinem Kollegen Roland Bärwinkel, wissenschaftlicher Leiter des Informationsdienstes der Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Bärwinkel, DFG-Mitglied in Weimar (Landesverein Thüringen), ist nebenberuflich Schriftsteller und trug im Wechsel mit der Musik Gedichte vor zu seinem Lieblingsthema: Finnland, speziell Lappland.

 

 

 

 

 

Foto:
Gisela Steingrüber

 

In sprachlich bewusst sehr knapper, fast aphoristischer Form erzeugt Bärwinkel (Foto links) mächtige Sprachbilder, oft durchwoben von subtilem Witz mit Anklängen an Joachim Ringelnatz. Überraschende Sprachwendungen wie Kontrapunkte machten das Zuhören zu einem Genuss, den auch die schallschluckende Akustik der Kunsthalle nur wenig schmälerte. Im letzten Teil seiner Lyriklesung trug Bärwinkel experimentelle Gedichte in der japanischen Haiku-Form vor, dabei sind zunächst Rhythmus und Silbenzahl vorgegeben, dann erst wird das Gedicht mit Sinn gefüllt.

Kongenial auch die andere Künstlerin des Abends: Von Beruf Augenoptikermeisterin, seit Kindheit musikbegeistert und seit einigen Jahren der elektronischen Musik verschrieben. Frl. Linientreu – nach einer Techno-Discothek im Bikinihaus im Berlin der 80er und 90er – ist der Künstlername von Ina Peters. Die junge Frau führte vor allem neuere Arbeiten vor, zum Teil für diesen Abend mit Finnlandgedichten komponiert. Sphärische Klänge erzeugten Tongemälde von Schneestürmen, Polarlichtern, knisterndem Eis und unberührter Natur. Wer mit kritischem Herzen zur Vorführung von elektronischer Musik gekommen war, konnte sich an diesem Abend von Frl. Linientreu bekehren lassen – und wer mit kritischen Herzen zum Vortrag von moderner Lyrik gekommen war, dem ging es bei den Gedichten von Roland Bärwinkel ebenso.

Der Wechsel von Lyrik und Musik belebte die einstündige Veranstaltung immens. Wer seinen Gedanken freien Lauf ließ, konnte wunderbares Kopfkino erleben – ein finnischer Genuss!

Dirk Steingrüber